Heiligtumsfahrt: Der Schrein ist wieder verschlossen

Rheinische Post online - Von Ralf Jüngermann

Freitag, 20. Juni 2014
Monika Herkens

Rheinische Post online - Von Ralf Jüngermann

Mönchengladbach. So viel Ökumene war noch nie bei bei der Heiligtumsfahrt: Der katholische Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Hermann Schenck, deckten beim Open-Air-Gottesdienst auf dem Geroplatz gemeinsam den Altar.

Die evangelischen Gemeinden schenkten den Katholiken ein Abendmahlstuch, das fortan in evangelischen und katholischen Gemeinden im Gottesdienst zum Einsatz kommen sollen. 

"Wir sind nicht wahrhaft katholisch, wenn wir nicht ökumenisch sind", sagte der Bischof in seiner von viel Applaus begleiteten Predigt vor rund 3000 Gläubigen. Der große Gottesdienst war der Abschluss der Heiligtumsfahrt, die es alle sieben Jahre in Mönchengladbach gibt. In deren Mittelpunkt steht das sonst in einem Schrein verschlossene Stück Tischtuch, das beim letzten Abendmahl Jesu auf dem Tisch gelegen haben soll.

Zum Abschluss des zweistündigen Gottesdienst wurde das Tuch von Oberbürgermeister Norbert Bude in einer seiner letzten Amtshandlungen wieder im Schrein verschlossen. Anschließend wurde der Schrein in einer Prozession zum Münster gebracht und dort in der Schatzkammer wieder aufgestellt.

Zum Geroplatz waren viele Gruppen aus der Umgebung gepilgert. Unter den Besuchern des Gottesdienstes waren auch viele Politiker, die sich anschließend zu den Sondierungsgesprächen für die nächste Ratsmehrheit trafen.

Quelle: irz